Tag 42: Pelikan 4001, Blauschwarz (1952)

Tag 42: Pelikan 4001, Blauschwarz (1952)
Pelikan 4001, Blauschwarz (1952)

Tag 42, für mich ein besonderes Highlight, Pelikan 4001, Blauschwarz (1952). Ich besitze mehrere dieser großen 250, 500 oder wie dieser hier 1000ml Flaschen und bin immer auf der Suche nach neuen, die ich noch nicht habe. Diese hier ist nicht die älteste, mit ausgewiesenem Jahrgang 1952 schon ziemlich alt. Ich habe sie von einem Tintenfreund, der sie mir mit Original Rechnung überlassen hat, daher hoffe ich, 1952 ist exakt.
Die Tinte ist für mich insofern besonders, da ich aktiv an ihr schreibe und hoffe, die 1000ml irgendwann mal verschrieben zu haben. Ich verschreibe sie aktiv nur in einem Pelikan 140 und mehreren Silvexas. Ich finde das irgendwie passend. Natürlich verwende ich sie auch für diverse Spielereien., wie diese. Tinte habe ich ja genug.
Auch hier fülle ich im Wesentlich aus einem Probenbehälter. Die große Flasche ist vielleicht gut geeigent sich einen Schluck ins Likörglas zu füllen, in Stifte funktioniert das eher nicht so gut. Ich habe mir dafür extra eine Langhals Pipette engeschafft, damit ich wie ein Storch, ganz unten was ansaugen kann. Hier halten sich die Füllerfreunde, die mit mir schreiben, aber in Grenzen. Die TInte trifft eben nicht jeden Geschmack.

Pelikan 4001, Blauschwarz (1952)

Warum ich die Tinte sehr mag, kann man hier glaube ich gut sehen. Sie ist nicht wie die aktuelle Blauschwarz. Sie riecht anders, sie hat einen anderen Farbton und sie schreibt auch anders. Anfangs hatte ich Sorge die Tinte wäre irgendwie schlecht, da sie wirklich deutlich vom aktuellen Äquivalent abweicht. Ich habe aber eine zweite, 250ml Flasche, die jetzt leer ist, die war sehr ähnlich, was Geruch, Farbe und Verhalten anging. Ich bin also ziemlich sicher, das muss so.
Es kann sein, dass die Farbe nicht mehr so ganz Original ist, immerhin ist die Flasche fast 70 Jahre alt. Aber wirklich stören tut mich das nicht. Ich mag den Farbton wirklich außerordentlich gern.

Pelikan 4001, Blauschwarz (1952)

Für mich sind die Aquarelle eine Sensation geworden. Meine bessere Hälfte hat sie mal als Gewitterbilder betitelt. Ich finde das passt sehr gut, sie assoziieren eine bedrohliche Gewitterwolke wirklich gut.

Hier habe ich auch ein wenig weiter experimentiert und bin begeistert vom Ergebnis. Der ausgewaschene Teil der Schrift wird golden gelb. Das ergibt einen sehr schönen Kontrast zur graublauen Färbung der Tinte.

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Ich wünschte die aktuelle Blauschwarz wäre so wie diese ist. Aber das lässt sich bestimmt nicht mit heutigen rechtlichen Regularien in Einklang bringen und die Aktuelle ist ja auch nicht gerade hässlich. Sie hat halt deutlich mehr Blau im Schriftbild als diese hier. Aber vielleicht war das hier ja auch mal so, ich weiß es ja nicht. 1952 war meine Mutter 2 Jahre alt, selbst die hätte ich also kaum erinnern können……

M