P.W.Akkerman, Delfts Blauw

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P.W.Akkerman, Delfts Blauw
P.W.Akkerman, Delfts Blauw

Immer noch Blau, obwohl die hier präsentierte P.W.Akkerman, Delfts Blauw nichts mehr mit der 50 Shades of Blue Challenge zu tun hat. Der Grund ist ziemlich simpel, ich habe sie erst nach dem Beginn der Challenge bekommen. Ein Tintenfreund war so nett, sie für mich bei Akkerman in Den Haag mitzubestellen. Sammelbestellungen von dort reduzieren die Versandkosten ziemlich dramatisch. Im Grunde wußte ich hier nicht was mich erwartet, außer dem Wissen, worum es sich bei Delfts Blauw handelt. Hier gibt es mal wenig Interpretationsspielraum, die Farbe ist zum Einen eine registrierte Marke und viel wichtiger, ein genau definierter Farbton. Denn die Farbe stammt vom doch ziemlich berühmten Delfter Porzellan.

P.W.Akkerman, Delfts Blauw
P.W.Akkerman, Delfts Blauw

Ich stehe ja sowieso auf dem Standpunkt, dass man mit blauer Tinte nichts verkehrt machen kann. Daher war der Einkauf jetzt kein so großes Wagnis. Genommen habe ich sie aber nicht nur weil sie blau ist, sondern einfach weil sie „anders“ ist. Das Glas zur Tinte ist das typische Akkerman Glas mit der Kugel im Hals, die es ermöglicht ein Reservior direkt am Glasrand zu halten. Damit kann man ziemlich effektiv bis zur letzten Neige Tinte aus dem Glas füllen.
Kaum verwunderlich, dass viele Nutzer die Gläser auch noch lange nach der ersten leerung weiter nutzen, einfach weil sie praktisch sind. Ich bin einer von denen. 

P.W.Akkerman, Delfts Blauw
P.W.Akkerman, Delfts Blauw

Was sofort auffällt, die Label und die Verpackung sehen anders aus, sie orientieren sich am Delfter Porzellan. Auf den zweiten Blick kann man auch gut erkennen, die Verpackung ist schon recht aufwändig gefertigt. Die Schriftzüge sind geprägt, alles in allem wirkt die Verpackung sehr stimmig und passend zum Thema.

P.W.Akkerman, Delfts Blauw - Moonman C1, F-Feder
P.W.Akkerman, Delfts Blauw - Moonman C1, F-Feder

Ich habe die Tinte auch direkt in meinen Moonman C1 verfüllt. Der Stift hat mich wirklich überrascht. Man kann mit den chinesischen Stiften ja mal ganz gut daneben liegen, mit dem hier habe ich einen Volltreffer gelandet. Ich habe ihn von einem Füllerfreund auf einem der Frankfurter Treffen des PenExchange Forums übernommen. Moonman erlaubt die Verwendung mit einem Konverter und, wie man hoffentlich gut erkennen kann, auch als Eyedropper. Ich habe jetzt drei oder vier Milliliter gefüllt und das fällt kaum auf.
Also die Kombination hat sofort sehr gut funktioniert. Selbst auf dem einfachen Kopierpapier, dass ich zum Testen verwendet habe. Eine kleine Gedächtnisstütze für die fünfte Woche meiner Tintenchallenge. 

P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Tintenbaumn
P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Tintenbaumn

Seit ich Zugang zu einer Stanze habe, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das in die Tintentests einbinden kann. Mir sind da Schablonen für Bäume über den weg gelaufen, es gibt also ab sofort Tintenbäumchen in allen möglichen Farben.
Hier gibt es einen Baum in schönstem Deflt Blau. Ich muss sagen als Baum, echt schön.

P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Schriftbild
P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Schriftbild

Aber auch über das Schriftbild kann ich mich nicht beschweren. Wir haben kein Deflter Porzellan, aber sehr wohl Porzellan in dem Stil. Meine bessere Hälfte und ich haben mal verglichen, der Farbton passt ziemlich gut. Akkerman hat da also alles richtig gemacht.

P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Testbogen

Natürlich möchte ich auch noch einen Protokollbogen beifügen. Und, während ich den angelegt habe, je länger ich mit der Tinte schreibe, desto mehr Gefallen finde ich daran. Am Anfang erschien sie mir zu fad. Aber jetzt, nach ein paar A4 Seiten geschrieben und ein wenig Spielereien mit ihr, doch, die Tinte hat etwas. Ich habe da mit Sicherheit nichts falsch gemacht.

P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Rhodia Calligrapher, Scan
P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Rhodia Calligrapher, Photo

Ich habe dann auch noch ein Blatt mit meiner Neuentdeckung, dem Rhodia Touch, Calligrapher Pad. Das gibt es in verschiedenen Papiersorten, hier in Simili Jappon. Das soll japanischem Papier nahe kommen. Da weiß ich nicht so genau, aber abseits dessen ist das Papier super.
Der Vergleich oben gefällt mir übrigens sehr gut, weil er den Unterschied zwischen Foto und Scan sehr gut zeigt. Er zeigt den Grund, warum ich den Scan vorziehe. Denn der Bogen, den ich hier physisch in der Hand habe, entspricht dem Scan. Das Foto ist zwar dicht dran (er ist auch noch feucht gewesen), aber nicht drauf.

P.W.Akkerman, Delfts Blauw, Tintenaquarell

Und, ich habe die Idee mit den Tintenaquarellen etwas weiter entwickelt. Ich bin jetzt etewas dicher an dem Original von Nick Stewart. Wie gesagt, ich schätze diese Arbeiten sehr und hoffe mit meiner technik auf ein ähnliches Niveau zu kommen.

Am Ende dann noch eine kleine Galerie mit Impressionen der Tinte. Ich hatte Spaß mit der Kamera während der Arbeit.

Alles in allem eine sehr schöne Tinte, die nur leider limitiert ist. Es wird also genau bei dem einen Glas bleiben. So schnell werden wir wohl nicht wieder eine Sammelbestellung haben und in die Niederlande werde ich wohl auch nicht so schnell kommen…..

M