Tag 15: Colorverse, Electron

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Sailor Studio Ink, 435

Jawohl, T-G-I-F: darauf eine neue Tinte: Coloverse, Electron. Orangene Tinte geht immer und diese hier ist eine sehr angenehme. Sie stammt aus dem Colorverse Set Electron & Selectron, beide Partikel entstammen dem supersymetrischen Standardmodel der subatomaren Physik. In meinen Augen macht es auch Sinn, dass das Electron im großen Glas kommt und das Selectron im kleinen Glas, es beschreibt das Verhältnis gut, auch wenn es das nur sehr theoretisch tut. Ich weiß nicht ob das in der Absicht von Colorverse lag, aber dieses Set beschreibt auch sehr gut das sehr zwiespältige Verhältnis, dass ich zu Colorverse habe.
In der doch recht großen Auswahl sind Tinten, die wirklich sehr, sehr gut sind. Es sind aber auch welche, da frage ich mich wie das jetzt dazwischen rutschen konnte. Das Orange, das Electron in dieser Kombination, liegt mir wirklich sehr. Ich mag die Tinte sehr gern. Das Schwarz, das Selectron, geht für mich überhaupt nicht. Das nicht einmal unbedingt etwas damit zu tun, dass die Tinte pigmentiert ist. eher damit, dass sie von den Schreibanlagen her, der Orangenen entgegengesetzt angelegt ist. Die Orangene schreibt sich sehr ausgewogen, sie fließt gut, aber nicht üppig, shadet schön, aber nicht zu übertrieben, sie hat einen leichten goldenen Sheen, der aber nicht aufdringlich ist. Die Tinte ist sehr schön „mittig“, da kann man wenig verkehrt machen. (Auf ein Electron würde genau das alles übrigens nicht zutreffen, das Electron ist schon ein radikaleres Teilchen). Die Schwarze dagegen, ist in meinen Augen eine Katastrophe, zum Einen die Pigmentierung, dass macht Tinten grundsätzlich schon nicht einfacher zu handhaben. Aber dazu ist sie auch noch staubtrocken. Wenn ich sie denn zum Funktionieren bewegen konnte, fühlt es sich an, als würde eine große unsichtbare Hand versuchen zu verhindern, dass die Feder übers Papier gleitet. Da nutzt dann leider auch die sehr aufwendige Präsentation nichts, wenn 33% des Inhalts im Grunde nicht nutzbar sind, zumindest für mich. Also schreibe ich mittlerweile an einem zweiten Glas Electron, das ich ohne Selectron bekommen konnte und das erste Glas Selectron ist bis auf meine initiale Probe noch unangetastet in der Box, die zugegebener Maßen, sehr schön erdacht ist.

Kombiniert habe ich das mit einem „Frankenpen“, einem Namisu Nova mit einer Visconti M-Feder, Feder und Stift sind so grundsätzlich nicht kombiniert. Ich bin von dieser Kombination allerdings sehr begeistert. Ich habe noch eine zweite, ähnlich Kombination in einem Nova und diese beiden sind wohl die meistgenutzten Stifte aus meiner Auswahl Stifte. Die Visconti Federn machen genau das was ich beim Schreiben sehr schätze, sehr weiches Feedback und exzellenter Tintenfluß. Der Nova dazu, ist das italienische Gegenmodell, extrem schlicht, äußerst robust und absolut zuverlässig. In Kombination ein fast perfekter Stift. Wenn ich mir die Bilder anschaue, ich denke ich brauche noch eine Visconti Feder die in meinen dritten Nova passt…..

M